"Eine geheimnisvolle Zigeunerin, der mysteriöse Instrumentenbauer Morales sowie das Zauberpulver eines Magiers aus Marrakesch...
In changierenden Erzähltönen gelingt es dem Autor, die Welt des Unsagbaren zu berühren.
Das Buch zu erklären ist unmöglich, und der Leser wird nicht ruhen, bis er entdeckt hat, wo sein Zauber verborgen ist".
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   Rezensionen:

Señor Morales
das Hörbuch, das nicht mehr los lässt.
11.11.2009
Rezensentin/Rezensent:
Katharina Ende ( Düsseldorf )
5 Sterne

Die Phantasie geht auf Reisen mit dieser Novelle von Uwe Gronau, sie perlt wie Schaumblasen um die Ohren, vernebelt den Blick in die Realität und lässt den Zuhörer ganz und gar in die Geschichte eintauchen.

Als Kinder mussten sie Mutproben bestehen, die sie von einer geheimnisvollen Zigeunerin auferlegt bekamen. So manches Mal musste ich herzhaft lachen und versetzte mich wieder in die Zeit meiner Kindheit.

Dann die Zeit der Pubertät mit allen Freuden- und Schattenseiten, eine Reise nach England mit den Mofas, ausgestattet als Harley Davidson. Wieder Scenen voller Komik und Tiefe.

Als der Erzähler zu dem Instrumentenbauer Morales reisen muss, geschehen viele Dinge und sie treffen sich wieder; die Zigeunerin und der Protagonist. Hören Sie selbst, was uns Uwe Gronau zu erzählen hat.

Es ist mehr als ein Hörbuch!

Mit der Musik des Autors phantasievoll untermalt, präsentiert sich die Geschichte wie eine Klangreise ins ferne Lanzarote

 

Señor Morales
der Roman des wahren Träumens
17. Dez. 2006
Rezensentin/Rezensent:
Mika Hawinga (München)

Wer in diesen Roman einsteigt, der verreist. Und wenn er den letzten Satz gelesen hat, geht die Reise weiter! Uwe Gronau erfindet in Señor Morales eine Vielzahl von Welten, die allesamt Verführen, Erinnern, Erkennen, Verzaubern und Entdecken versprechen - und halten. Und der Leser schlüpft zwischen den Seiten, den Sätzen und Buchstaben hindurch und findet weitere Welten. Señor Morales ist das Ticket, besser: die Traumkarte für diese Reisen. Uwe Gronau führt uns in Pariser Straßen, in Höhlen auf Lanzarote und in das Atlasgebirge hinter Marrakesch; wir fiebern in Flugzeugen und zuckeln in Kutschen; wir segeln von Bäumen, treffen Rembrandt, Wittgenstein und Kafka; wir überspringen zweimal fünfzehn Jahre und rechnen die Zeit in Kakteenblüten ....Señor Morales ist schon eine richtig stringente Geschichte. Uwe Gronau gelingt es immer und überall, die Vielfalt seiner Beobachtungen, Einfälle und Handlungslinien so zu komponieren, daß das Viele nicht Verwirrung und Sammelsurium ist, sondern zu Reichtum, Tiefe, Überraschung und Vergnügen wird. Sein Erzählstil ist sich seiner selbst beständig sicher, die Tempi des Erzählens sind souverän variiert und die Kostbarkeiten der Wortschöpfungen ebenso zahl- wie erfindungsreich: versandete Alpträume, eine Frau wie ein Festessen, ein zu Hause wie ein Seelenkraftwerk, ein Curryhalbmond. Magischer Realismus kommt mir in den Sinn: Maeterlinck, Salman Rushdie´s epochale Expeditionen, die pianistischen Galerien eines Patrick Moraz und eines Keith Emerson, die Nightwalker-Songs eines Gino Vanelli. Dieser Roman erfindet, der Leser erfindet mit. Und zwar mehr als erzählerische Fakten, Farben und Finessen, sondern er macht eine exquisite Erfahrung dessen, was Lesen im besten Sinne sein kann. Letzlich geht es in Señor Morales um die Liebe zur Welt. Und der Autor, das liest man heraus, der Autor liebt die Frauen, die Musik, den Süden und das Spielen mit der Kunst des Erzählens. Irgendwann in Señor Morales erfindet Uwe Groanu sogar sich selbst zu einer neuen Person: Carel Fabritius, geboren 1622. Aber dann sieht er sich selbst durch den Spiegel springen und .....absolut empfehlenswert. Ein Lese-Muss! Und ein Erzähler, auf dessen nächstes Buch wir schon zu lange warten

 
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