Uwe Gronau und seine Musik

Uwe Gronau und seine Musik

Paradise Painting, das aktuell erfolgreichste Album von Uwe Gronau, ist international erfolgreich und wurde in 2017 von zwei großen Radiosendern in den USA und England ausgezeichnet.

Im Frühjahr gewann es den ZMR Music Award in der Kategorie „Chill out/ Groove“. Mehrmals schon waren Werke des Komponisten und Musikers für diesen Preis nominiert. Doch erst im dritten Anlauf erhielt er die freudige Nachricht aus New Orleans.

CD-Cover, Motiv: aufreissender Himmel
„Paradise Painting“ von Uwe Gronau, ZMR Award 2017

Mit dieser Auszeichnung kam gleichzeitig die Einladung, nächstes Jahr im Mai bei der Preisvergabe der Gewinner 2018  als Gast aufzutreten und seine Musik vorzuspielen.

Im Juni wurde Paradise Painting von One World Music Radio geadelt und gewann den OWMR Award 2016 in der Kategorie „Elektronic Music“. Der Londoner Musiksender bezeichnet sich selbst als Europas größten Musiksender innerhalb seiner Genres und „will die ganze Welt durch Musik vereinen“.

Aufgewachsen mit musikalischen Eltern

Der im Rheinland geborene Komponist, Musiker und Autor Uwe Gronau (*1957) glaubt, Musik verbinde die Menschen aus allen Ländern und Kulturen: „Es gibt Dinge, die nur mit Hilfe von Musik oder Kunst beschrieben werden können. Sie mit Worten zu erklären zerstört sie. Menschen brauchen  Geheimnisse und Wunder, ohne sie ist das Leben nicht lebenswert.“ Der bodenständig wirkende Gronau wuchs in Düsseldorf, später in Bocholt nahe der niederländischen Grenze auf, wo er heute noch wohnt. „In den 70er und 80er Jahren waren die Niederlande mehr als Deutschland an der Entwicklung von Jazz, Pop, Rock und Soul beteiligt, und ich hörte, bedingt durch die Grenznähe, viel gute Musik.“Gronaus Vater war Chorführer, Orchesterdirektor, Musikschul-  und Klavierlehrer, seine Mutter Konzertsängerin. In diesem musikalischen Umfeld wuchs Gronau auf und lernte mit sechs Jahren Klavierspielen.

Seit seinem vierzehnten Lebensjahr spielte er in einer Reihe von Bands und legte damit den Grundstein für seine spätere Musikerkarriere. Nach dem Abitur studierte er klassische Musik, begeisterte sich aber auch für Jazz- und Rock-Künstler wie Brian Auger, Keith Emerson, Patrick Moraz , Refugee , Joe Zawinul und Wether Report. Sänger und Bands wie Supertramp, Jethro Tull, Gilbert ‚O Sullivan, Keith Jarrett, Sting, Peter Gabriel und Dream Theatre beeinflussten seine weitere musikalische Entwicklung.

Mit „Trenchcoat Man“ zum Welthit

Im Gegensatz zu vielen anderen Musikern spielte Gronau von Anfang an nur eigene Stücke und verzichtete auf das Covern anderer Künstler. Seine Band Sternberg nahm zwei Alben auf, gab zahlreiche Konzerte, gewann einen regionalen Musikwettbewerb und wurde im WDR ausgestrahlt. In diese Zeit fiel auch ein Soloerfolg für Gronau: er gewann einen Filmmusikpreis für den Soundtrack von Zerreiß den Bogen in den Wolken nicht beim Internationalen Santander Film Festival in Spanien.

CD-Album "Trenchcoat Man" von Fabrique
„Trenchcoat Man“ von Fabrique

Gronaus nächste Gruppe war das Synth-Pop-Trio Fabrique, das in Zusammenarbeit mit Hubert Kah  den Song Trenchcoat Man produzierte . Dieses Stück coverte Popsängerin Sandra später unter dem Namen Secret Land und wurde ein Top-10-Welthit. Außerdem produzierte Fabrique die Musik für die deutsche Science-Fiction-TV-Serie Orion Space Patrol. Zuletzt nahm Gronau als Mitglied der funky Rockband Pont Neuf ein Album auf, bevor er seine Solokarriere begann.

 

Trotz aller Probleme in der heutigen Welt gibt sich der Komponist und Keyboarder optimistisch:

„Ich denke, die Menschen sind intelligent genug, um eine positive Zukunft für künftige Generationen zu schaffen, und einer der Schlüssel dazu ist die Musik.“

Viel Keyboard, kombiniert mit Saxophon, Gitarre und Schlagzeug

Uwe Gronau ist ein Meister vieler Stile, seine musikalische Begeisterung und grenzenlose Kreativität sind beispiellos. Meistens spielt er Keyboard, in einigen Stücken auch Klavier, Synthesizer oder Orgel. Oft legt er die Klänge mehrerer Keyboards übereinander und kombiniert sie mit den Instrumenten von Gastmusikern, wie Saxophon, Gitarre oder Schlagzeug. Seine Musik reicht von New Age bis Space, von jazzig bis progressiv-rockig, von ambiente oder avantgarde bis extrem melodisch mit Pop-Sensibilitäten. Er spielt ausschließlich selbst komponierte Stücke. Paradise Painting wie auch die meisten anderen Alben produzierte Gronau gemeinsam mit seinem langjährigen musikalischen Freund Clemens Paskert.

Auf manchen CDs ergänzt Gronau seine Instrumentalmusik durch eigenen Gesang. Seine neuesten Alben – Paradise Painting, Midsummer, Time Rider, Visions und Flight 14 – wurden international vermarktet und alle haben es in die Top 5 auf dem monatlichen International Zone Music Reporter Top 100 Airplay Chart geschafft. Einige Alben waren für den ZMR Award nominiert, den er 2017 mit Paradise Painting in der Kategorie Bestes Chill out/Groove Album gewann.

Gronaus kreatives Schaffen kennt keine Grenzen

Uwe Gronau sitzt lässig in seinem Tonstudio
Uwe Gronau in seinem Tonstudio

Außerhalb seiner eigenen Alben kann man Gronau auch als Gast auf den Aufnahmen anderer Künstler hören, darunter Luna Blanca, Cristine Keidel und Angelique Damschen (auch bekannt als Aileen Rose). Neben seiner Musik pflegt Gronau ein weiteres kreatives Standbein: er schreibt. Sein erfolgreichstes Werk als Schriftsteller ist der Roman Señor Morales: Eine Fantasy-Reise, die den Helden der Geschichte auf der Suche nach einem speziellen spanischen Musikinstrument durch Europa führt. Der Roman wurde als Hörbuch veröffentlicht, gesprochen und mit Musik von Gronau. Ein weiteres Werk ist eine Sammlung von Kurzgeschichten: Der Schneemann aus Wagenitz.

 „Wenn Sprache nicht mehr funktioniert und aufhört Sinn zu machen, übernimmt Musik und dient als Übersetzer. Dinge, über die du nicht reden kannst, musst du schweigen, denn dann bleibt das Geheimnis. Es sollte die Pflicht von allen Menschen in der Welt sein, ein Instrument zu lernen. Dies würde die Kommunikation zwischen den verschiedenen Welten, in denen wir leben, ermöglichen und hörbar machen.“ (Uwe Gronau)

 

 

Weitere Informationen:

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ZMR Music award
OWMR Award

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